Was tun bei stressbedingten Schlafstörungen?

Entspannt durch den Sommer: „Was tun bei stressbedingten Schlafstörungen?“

erschienen am 12.08.2016 im Hinterländer Anzeiger

„Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Es gibt Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Massiver Fernsehkonsum und unregelmäßige Schlafzeiten können ebenso zu Schlafstörungen führen wie Bewegungsmangel, schweres Essen, Eisenmangel, Hormonstörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder auch das Schnarchen des Partners. Wer unter Schlafstörungen leidet, die länger als ein oder zwei Wochen anhalten, sollte Sie die Ursachen auf jeden Fall ärztlich abklären lassen. Denn bei einer längeren Zeit des schlechten oder zu kurzen Schlafes zeigen sich möglicherweise bald weitere körperliche und seelische Erkrankungen, da der Körper nicht ausreichend regenerieren kann.

Aber die größten Schlafräuber sind Stress, Sorgen und Probleme. Die Gedanken kreisen und sie machen einen schier wahnsinnig. Wie Sie dem entgegenwirken möchten, dafür gibt es ein paar einfache Tipps:

  • Nehmen Sie ab dem Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich. Denn der Körper baut Koffein nur langsam ab.
  • Schokolade und übermäßiger Zuckerkonsum sollten Sie abends meiden. Denn beides wirkt aufputschend.

Aber auch Themen, die uns aufregen, können sich negativ auf den Schlaf auswirken. Wer kann schon beruhigt einschlafen, wenn er sich Sorgen um die Arbeit, die Rente, die Gesundheit oder sorgar Terror macht? Deshalb gilt:

  • Schauen Sie vor dem Schlafengehen keine aufreibenden Fernsehsendungen wie Krimis oder Thriller. Auch Talksendungen lassen den Blutdruck in die Höhe schnellen.
  • Klären Sie Streitigkeiten vor dem Zu-Bett-Gehen.
  • Stellen Sie früh genug das Arbeiten ein, damit Sie Ihrem Unterbewusstsein signalisieren: Jetzt wird die wohlverdiente Ruhephase eingeleitet.
  • Und noch ein besonderer Trick: Legen Sie ein Zettel mit folgender Nachricht für sich auf den Nachttisch: „Ich habe heute alles getan, was ich konnte. Probleme kann ich nicht über Nacht lösen. Meinen Schlaf habe ich mir wohlverdient. Die Lösung wird sich schon zeigen.“ Lesen Sie sich diese Worte jeden Abend durch. Wenn nötig wiederholen Sie sie mehrmals im Geist. Halten Sie sich vor Augen, was Ihnen tagsüber nicht einfällt, kommt auch nicht über Nacht. Egal wie Sie sich anstrengen.

Aber wie das Gedankenkreisen aufhalten? Wir müssen uns vor Augen führen: Das Denken gehört zum Menschsein dazu und wir können dafür dankbar sein. Nur das übermäßige Denken bereitet uns in der heutigen Zeit die Probleme. Aber auch dafür gibt es einen Trick. Er basiert darauf, dass wir niemals zwei Gedanken gleichzeitig denken können. Deshalb der Tipp:

  • Wenn Sie das Grübeln nicht schlafen lässt, geben Sie ihrem Gehirn etwas anderes: Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Das stimuliert das Nervensystem und beruhigt. Wie beim Schäfchenzählen, zählen Sie dabei ihre Atemzüge. Legen Sie dazu beide Hände unterhalb Ihres Bauchnabels auf Ihren Körper. Beobachten Sie vorerst einfach nur Ihren Atem – wie er kommt und wieder geht. Dann fangen Sie an zu zählen: Einatmen – eins, ausatmen – zwei, einatmen – drei, ausatmen – vier. Zählen Sie so weiter bis zehn und beginnen Sie dann wieder von vorn. Wenn Sie den Faden verloren haben, fangen Sie einfach wieder bei eins an. So einfach ist es!

Eine erholsamen Schlaft wünscht Ihnen Ihre Susanne Enners – Entspannungstrainerin“

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